Die Alte Geschichte an der Humboldt-Universitaet zu Berlin


AG-News
Umzug Alte Geschichte

 Die Alte Geschichte ist umgezogen!!!

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Einladung zur Tagung

Civic Priests
Presentations of Priests and Priestesses in Hellenistic and Roman Athens
Tagungsort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22,
Berlin-Mitte, Konferenzraum 1
19.-20.03.2010

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Personalia

Seit dem 01.02.2010 verstärkt Frauke Hutmacher als wissenschaftliche Mitarbeiterin das Team Alte Geschichte

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Forschungsprojekte in der Alten Geschichte



Die Zeit der Soldatenkaiser (Johne)

Prosopographia Imperii Romani (Johne)

Römer an der Elbe (Johne)

Aufbereitung wichtiger Briefbestände aus dem Nachlass Eduard Meyer (Audring)


 

Die Zeit der Soldatenkaiser


Handbuch zur Geschichte der Reichskrise im 3. Jahrhundert n.Chr. (235-284)
Ziel dieses an der Alten Geschichte des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelten Projektes ist die Erarbeitung einer Gesamtdarstellung zur Soldatenkaiserzeit (235-284). Das Projekt wird unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus-Peter Johne in enger Kooperation mit dem Projektmitarbeiter Thomas Gerhardt und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe »Reichskrise« durchgeführt, die sich aus Mitarbeitern der Freien und der Humboldt-Universität Berlin, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Staatlichen Münzsammlung München, der Universitäten Dortmund, Kiel, Marburg, Trier und Würzburg sowie der University of Hawaii in Honolulu und des CNRS (Paris) zusammensetzt.
Das Vorhaben läuft seit September 2001 und wird seit August 2002 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Es soll bis Mitte 2006 abgeschlossen werden.
Die Arbeitsgruppe »Reichskrise« wird eine umfassende Darstellung zur Zeit der Soldatenkaiser auf dem neuesten Forschungsstand erstellen. Bedingt durch die schwierige Quellenlage stand die Reichskrise des 3. Jahrhunderts n. Chr. lange Zeit im Schatten der Forschung. In den letzten Jahrzehnten brachten jedoch zahlreiche Einzelstudien neue Erkenntnisse zu Teilaspekten dieser Epoche, so dass die Gesamtdarstellungen weitgehend veraltet sind. Zudem ist nun der Forschungsstand von einem Wissenschaftler allein kaum noch zu überschauen und daher eine Synthese nur in Gemeinschaftsarbeit zu leisten.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe »Reichskrise» werden sowohl den Forschungsstand zusammenfassen und kritisch diskutieren als auch über bislang wenig oder nur unzureichend bearbeitete Teilbereiche neue Erkenntnisse gewinnen. Neben der Ereignisgeschichte des Römischen Reiches sollen die Völker und Reiche an den Grenzen Roms im Orient, an Rhein und Donau sowie in Afrika in selbständigen Beiträgen untersucht werden. Die Entwicklungen in Staat und Gesellschaft werden erstmals Gegenstand einer umfassenden Darstellung sein. Auf der Grundlage der so gewonnenen Ergebnisse soll eine Deutung der Epoche vorgenommen und ein eigenständiger Beitrag zur Diskussion über die Krise des Römischen Reiches geleistet werden.
Auf unseren Projektseiten finden Sie Informationen zum Projekt, den Mitgliedern der Arbeitsgruppe »Reichskrise«, eine Auswahl aus der Forschungsliteratur und Informationen zur Soldatenkaiserzeit (mit einigen Links).
Vom 8. bis 10. Juli 2005 hat am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin die von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Tagung »Transformationsprozesse des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert und ihre Rezeption in der Neuzeit« stattgefunden, an der neben den Mitgliedern der Arbeitsgruppe auch eine Reihe anderer Althistoriker aus Deutschland, den Niederlanden und den USA teilgenommen haben (Seite zur Tagung mit Programm als pdf-Datei). Die Tagungsbeiträge sollen 2006 in einem Band mit dem Titel "Deleto paene imperio Romano" veröffentlicht werden.

    Projekt-Seite


Prosopographia Imperii Romani

Die Prosopographie ist eine Spezialdisziplin, die sich mit der Sammlung sämtlicher Zeugnisse über einen zeitlich, örtlich und häufig auch sozial und juristisch bestimmten Personenkreis befaßt, diese Zeugnisse kritisch sichtet, systematisch aufbereitet und dadurch einer weiterführenden historischen Auswertung zugänglich macht.
Die prosopographische Methode wurde Ende des 19. Jahrhunderts an der Berliner Akademie der Wissenschaften entwickelt. Beispielgebend für alle späteren Werke dieser Art war das auf Anregung Theodor Mommsens erarbeitete Personenlexikon der römischen Kaiserzeit des 1.-3. Jahrhunderts n. Chr., die Prosopographia Imperii Romani (PIR). Das Werk konfrontiert die in der griechisch-römischen Literatur enthaltenen personenkundlichen Nachrichten mit denen aus Inschriften, Papyri und Münzen. Es gibt so weit umfassendere Einblicke in die Sozial-, Wirtschafts-, Verwaltungs- und Militärgeschichte als einzelne Quellengruppen allein. Die PIR enthält zu Kurzbiographien erweiterte Personenartikel der Angehörigen der Senatsaristokratie, des Ritterstandes und anderer Personengruppen aus der Zeit von Augustus bis Diokletian.
Der stetig wachsende Strom primärer Quellenmaterialien, vor allem der Inschriften, ließ eine zweite, völlig neubearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage notwendig werden, die seit dem Jahre 1933 erscheint. Durch Krieg, Nachkriegszeit und Akademiereform in der DDR wurde die Arbeit daran mehrmals auf Jahre unterbrochen. Als international geschätztes und für viele althistorische Fragestellungen unentbehrliches Nachschlagewerk ist die PIR 1993 von der neugegründeten Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften als Langzeitvorhaben übernommen worden. Der Abschluss der zweiten Auflage ist für das Jahr 2006 vorgesehen.
Der Lehrstuhlinhaber arbeitete seit 1965 an der PIR mit, von 1987 bis 1998 war er Mitherausgeber. Im Zusammenhang damit steht die intensive Mitarbeit an dem Werk „Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike“, hrsg. H. Cancik und H. Schneider, Bände 1-12/2, Stuttgart-Weimar 1996-2002.


Römer an der Elbe

Das Stromgebiet der Elbe im geographischen und im politischen Weltbild der griechisch-römischen Antike.
Unter der Regierung des Kaisers Augustus entstand der Plan, die Grenze des damals bereits den ganzen Mittelmeerraum umfassenden Römischen Reiches im Norden bis an die Elbe vorzuverlegen und einen großen Teil Germaniens anzugliedern. Der fast dreißigjährige Kampf um dieses Ziel war der Höhepunkt der römisch-germanischen Auseinandersetzungen. Von der Darstellung dieser Ereignisse ausgehend, will das Buch der Frage nachgehen, wie das Stromgebiet der Elbe Griechen und Römern allmählich bekannt geworden ist und welche Rolle der Fluss und das ihn umgebende Territorium im politischen Bewusstsein der Expansionszeit und auch in den Jahrhunderten danach als Mythos eines einmal erreichten Zieles gespielt hat. Die Arbeit wurde im Jahre 2005 abgeschlossen und wird 2006 im Akademie Verlag Berlin erscheinen.


Aufbereitung wichtiger Briefbestände aus dem Nachlass Eduard Meyer

Eduard Meyer (1855-1930) gilt vielen als der nach Theodor Mommsen bedeutendste Althistoriker Deutschlands. Während sich die bisherige Forschung zu seinem wissenschaftlichen Werk vor allem auf Meyers Publikationen stützte, harrt noch mancher kleine Schatz im äußerst um­fangreichen Nachlass des Althistorikers seiner Entdeckung.
Dieser Nachlass verteilt sich heute auf drei Orte: die Handschriftenabteilungen der Staats- und Universitäts­bibliothek Hamburg und der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz sowie das Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wis­sen­schaften. Von den drei Teilnachlässen ist der im letztgenannten Archiv mit etwa 64.000 Blatt weitaus der größte. 
Auf Antrag von Prof. Dr. habil. Wilfried Nippel, Inhaber eines Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft von Mai 2002 bis April 2004 die EDV-gestützte Aufbereitung wichtiger Briefbestände aus Meyers Nachlass sowie der dazu noch vorhandenen Gegenbriefe Meyers, die sich in anderen Nachlässen bzw. Archivbeständen befinden. Die Aufgabe bestand in einer kompletten Transkription dieser Archivalien und ihrer schrittweisen Publikation im Internet. Abschließend sollen alle erfaßten Briefbestände in einer Datenbank zusammengeführt werden; gedacht ist an eine dauerhafte Aufnahme in das von der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz betreute offene Verbundinformationssystem für Nachlässe und Autographen in Deutschland, Kalliope.
Für Wissenschaftshistoriker (Meyer war u. a. Vertrauensperson von Friedrich Althoff und Vorsitzender eines Fachausschusses der Notgemeinschaft für die Deutsche Wissenschaft) und für Spezialisten der Alltags- und Mentalitätsgeschichte des Wilhelminischen Deutschland und der Weimarer Republik erleichtert sich damit der Zugriff auf einen wertvollen Quellenbestand. Aber auch Althistoriker, Altorientalisten und Ägyptologen werden auf ihre Kosten kommen. Für die noch ungeschriebene, jedoch längst überfällige große wissenschaftliche Biographie Eduard Meyers verbreitert sich die Materialgrundlage erheblich.
Im Einzelnen wurde schrittweise erfasst und im Internet vorgelegt, was von den Briefwechseln Meyers mit den nachfolgend genannten Forschern erhalten blieb: Georg Ebers, Otto Crusius, Enno Littmann, Theodor Nölde­ke, Richard Pietschmann, Adolf Erman, Ulrich Kahrstedt und Ernst Herzfeld.
Die Reihe der hier vorgelegten Korrespondenzen (bzw. Teilkorrespondenzen) beschliesst der Briefwechsel Eduard Meyers mit seiner Verlobten und Gattin Rosine, geb. Freymond.

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